Blitzkarriere -
die Opel Geschichte bis 1945

Die Firmengeschichte der Adam Opel GmbH gleicht einem spannenden Roman, den man nicht besser erfinden könnte. Unternehmerischer Mut, große Erfolge und auch politische Rückschläge begleiteten das Unternehmen von der Frühzeit der Industrialisierung in Deutschland bis heute.

Seitdem Adam Opel 1862 mit dem Bau von Nähmaschinen begann, stand das Rüsselsheimer Unternehmen stets für technische Innovation und die Zuverlässigkeit seiner Produkte. 1886 wurden erstmals Fahrräder in die Produktion aufgenommen. 1899 kam der Bau von Kraftfahrzeugen dazu.

Der Beginn

1940 wurde der einmillionste Opel produziert. Es war ein Opel Kapitän. Kurz darauf wurde die Pkw-Produktion zugunsten der Lkw-Produktion eingestellt. Wegen der Produktion von Rüstungsgütern wurden die Werke in Rüsselsheim und Brandenburg stark zerstört. Die Produktionsanlagen für den Opel Kadett wurden als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht.

1930 stellte Opel die Motorradproduktion ein. Im gleichen Jahr brachte Opel mit dem Opel Blitz einen äußerst erfolgreichen Zwei- und Zweieinhalb-Tonner auf den Markt. Pro Jahr wurden etwa 25.000 Stück produziert. 1935 kam der Opel Olympia, 1936 der einfachere Opel Kadett. Beide Modelle verkauften sich ausgezeichnet. 1939 war Opel der größte Automobilhersteller für Pkw und Lkw in ganz Europa.

1928/29 übernahm General Motors die Aktienmehrheit bei Opel. Ein Geschäft, von dem beide Seiten profitierten. Opel blieb als eigenständige Marke erhalten war trotz Weltwirtschaftskrise finanziell abgesichert. GM konnte auf diese Weise endlich in Deutschland produzieren und sich die Importzölle sparen.

Nach dem ersten Weltkrieg kam die Automobilproduktion nur sehr schleppend wieder in Gang. Dafür avancierte Opel zum größten Fahrradhersteller der Welt. 1924 führte Opel die Produktion am Fließband ein. So konnte der Preis für den Opel Laubfrosch auf weniger als die Hälfte gesenkt werden. 1928 war Opel wieder größter Autohersteller in Deutschland. Im gleichen Jahr brachte Opel das Motorradmodell Opel Motoclub auf den Markt. 1929 erregte Opel mit dem Raketenfahrzeug Rak 2 viel Aufsehen.

Dieser Erfolg war auch dem Opel 5/12 (5/14) PS zu verdanken. Der im Volksmund auch "Puppchen" genannte Wagen kam 1914 auf den Markt und überzeugte mit seiner einfachen, zuverlässigen Technik. Im gleichen Jahr baute Opel den Grand Prix Rennwagen mit sagenhaften 12 Litern Hubraum.

Um das Automobil auch an den Mittelstand verkaufen zu können, wurde ein preiswertes Auto entwickelt. Der Opel Doktorwagen wurde ein riesiger Erfolg. Ein Großbrand in der Rüsselsheimer Fabrik 1911 ermöglichte einen modernen Neubau. So wuchs Opel stetig weiter und war 1914 der größte Automobilhersteller in Deutschland.

Bei den Automobilen folgte eine Zusammenarbeit mit dem französischen Konstrukteur Darraq. Opel baute seine Modelle auf Darraq Fahrgestelle. Aber nur bis zum Herbst 1902, als es die erste komplette automobile Eigenkonstruktion von Opel gab, den Opel 10/12PS. Die Fahrzeuge mit importierten Fahrgestell blieben bis 1906 im Angbot. Durch Erfolge im Rennsport konnte Opel immer mehr betuchte Kunden für ein Automobil begeistern. Im gleichen Jahr wurde bereits der 1000. Opel verkauft.

Adam Opels Söhne Fritz und Wilhelm Opel waren technikbegeistert und erkannten schnell, dass dem Auto die Zukunft gehörte. Beide unternahmen Bildungsreisen in Sachen Auto, bevor sie 1899 die Motorwagenfabrik von Friedrich Lutzmann aus Dessau kauften. Der Auto-Pionier Lutzmann wurde Direktor der Opel-Fahrzeugwerke, in denen fortan der Opel-Patentmotorwagen „System Lutzmann“ gebaut wurde. Schon nach 2 Jahren endete die Zusammenarbeit zwischen Opel und Lutzmann. Quasi nebenbei waren die Opel Brüder noch in die Motorrad-Herstellung eingestigen. Das erste 2 PS Motorzweirad wurde 1901 gebaut.

Die Marke Opel gibt es seit 1862. Damals baute Adam Opel seine erste Nähmaschine. 1887 Jahre begann Opel, Fahrräder zu bauen. Die ersten Automobile aus Rüsselsheim gab es 1899.


Kontakt zur Opel Classic Abteilung:

Adam Opel AG - Opel Classic
Friedrich-Lutzmann-Ring
65423 Rüsselsheim
Telefon: 06142-770



Das Opel Logo

Das Opel Markenzeichen hat sich im Laufe der Zeit mehrfach geändert. Die ersten Opel fuhren mit einem Opel-Schriftzug auf dem Kühlergrill. Das erste Opel Logo sollte ein Auge mit Flügeln darstellen. Das zweite Opel Logo symbolisierte einen Zeppelin. Es folgte das Opel-Logo als Rakete. In den 50er Jahren trugen dann alle Opel als Logo einen ein Kreis mit einem Blitz. Dieses Logo wurde mehrfach modifiziert.